SG Bomlitz - Lönsheide

von 1919 und 1946 e.V.

Dan Prüfung in Hermannsburg

 

Vorausgegangen war ein intensives Training;  zuletzt suchten die Bomlitzer täglich den Übungsraum auf, um diverse Techniken zu trainieren und die Beweglichkeit weiter auszubauen. Dazu sind noch zwei bis drei Laufeinheit die Woche gekommen, inklusive Steigerungslauf bei den Treppen nahe des Eckernworth-Schwimmbades. „Bis zu 800 Treppenstufen haben wir an einigen Trainingseinheiten erklommen“, berichtet Spartenleiter und neuer Schwarz-Gurt-Träger Marcel Borchert. Das alles mit der Arbeit zu kombinieren – oder wie in dem Fall von Maren Carstens mit der Schule -, war dabei eine besondere Herausforderung. „Manche Kollegen haben morgens gestaunt, als ich nach einem 24h Dienst Laufschuhe angezogen habe und noch eine Runde joggen gegangen bin.“, so Borchert weiter.

Bei der Prüfungsvorbereitung erhielten sie viel Unterstützung von anderen Vereinen: MTV Bispingen mit seinem Cheftrainer Georg Bombleski bot seine Hilfe an, Bundeskampfrichter Majnoon lud ebenfalls zu einigen Trainingseinheiten nach Hannover ein.

Unter den Augen dreier Großmeister zeigten die Bomlitzer zunächst die 8. Bewegungsform (Poomsae), die aufgrund diverser Sprungtritte besonders schwierig ist. 

Marcel Borchert legte seine Prüfung kampforientiert ab. Dabei kam es in den Kämpfen nicht primär darauf an, zu gewinnen, sondern viel mehr, die Komplexität und Vielfalt der Techniken zu zeigen und auf unterschiedliche Art und Weise Punkte zu ergattern. An dieser Stelle wurde vom Prüfling ebenso verlangt, sich auf eventuelle Defizite des Gegners einzustellen, die durch Größen- oder Altersunterschiede gegeben sein könnten.

Maren Carstens legte ihre Prüfung technikorientiert ab und konnte vor allem im Bereich der Einschrittkämpfe überzeugen – hier wird ein Kampf gegen einen Gegner simuliert, bei dem die Tritte und Handtechniken möglichst nahe am Gegner platziert werden müssen ohne ihn dabei zu berühren.

Besondere Anerkennung gab es für die Selbstverteidigung von Marcel Borchert gegen einen Angreifer mit und ohne Waffen, einem weiteren Prüfungsfach. „Normalerweise dauert dieser Part maximal fünf Minuten, Marcels Prüfung wurde hier absichtlich auf fast die doppelte Zeit gestreckt. Die Prüfer hatten Gefallen gefunden an der großartigen Inszenierung.“, so Georg Bombleski (3. Dan).

Highlight und Abschluss der Prüfung bildete der Bruchtest: Bretter mit einer Stärke von bis zu 2,5cm Stärke mussten mit möglichst spektakulären Tritt- und Schlagkombinationen bezwungen werden.